die Gegenwehr ist kalkuliert.
Und selbst mein beiläufiges Stöbern
in Deiner Plattensammlung funktioniert.
Auf Deinem Sofa fabulier’ und spiel’
ich sorgsam Deine Nerven.
Ich reiz Dich langsam bis zum Ziel.
Schon bald wirst Du das Handtuch werfen.
Nun strecke ich Dir meine weiße Stirn entgegen
und warte ab bis Du den nächsten Schritt ergreifst.
Dein Mund zuckt siegreich und verwegen,
als Du mit Deinem Fuß den meinen schamvoll streifst.
Wenn dann fast aus Versehen
mein Kleid den Weg zum Boden findet -
und Deine Hand möchte verstehen,
was noch mit ihrem Strich verschwindet -
dann wähnst Du mich gewonnen.
Die Wahrheit, Liebster, unter Dir
da lächle ich versonnen.
Verloren hast Du Dich in mir.
4.02.09
