So, ich bin jetzt ungefähr zwei Tage im Rückstand, was meinen Tagessoll beim NaNo anbelangt. Ist schon okay, ich kenne mich gut genug, um zu wissen, dass ich an einem kreativen Tag mit entsprechend Zeit auch mal schnell ein paar Tausend Wörter mehr als erwartet aus dem Handgelenk schütteln kann.
Dumm nur ist, dass mir Olga dabei sonst hilft. Sie taucht dann irgendwann auf, grinst dreckig (was wirklich, wirklich beängstigend aussieht) und bewirft mich mit Ideen.
Dumm ist nur weiter, dass Olga nichts weiter ist, als der Name dem ich dem Konzept Muse gegeben habe. Das heißt, wenn sie abhaut, kann ich nicht Freunde anrufen und fragen, ob sie vielleicht bei ihnen aufgetaucht ist oder die Türen der Nachbarn abklappern, ob sie ein kleines verängstigtes Mädchen gesehen hätten.
Dumm ist drittens nur, dass ich diesmal ja ausgerechnet einen Roman über Olga schreibe. Und sie ist nicht unbedingt mit allem einverstanden, was ich da mit ihr mache. Und während sie sonst mit Ideen wirft, beschmeißt sie mich nun mit äußerst ablenkenden Interpretationen. Man kann sich das Ganze so vorstellen:
Olga: Schon wieder eine Vergewaltigungsszene?
Ich: Wie bitte was?
Olga: Du tust es schon wieder, wie in Kapitel drei.
Ich: Da war überhaupt keine Vergewaltigung *scroll* keine Ahnung, wie Du auf die Idee kommst *scroll* siehst Du, da ist überhaupt nichts *scroll* Oh!
Olga: Ja, und du hast sogar wieder das Stiefelmotiv verwendet.
Ich: Stiefelmotiv?!


