Fausts große Nase /fausts ‘gro:sə ‘nɑzə/ umg, belegt ab ca. 2006, im Allgemeinen ein Pejorativ bezüglich gesprochener Rede mit gleichzeitiger Abwertung des Sprechers. Oft alternativ verwendet zu »hört sich gerne reden«. Der Ursprung der Redewendung liegt vermutlich in Berlin in studentischen Kreisen. Urban legends sprechen von einem Initialgebrauch anlässlich einer Vergleichsdiskussion zu verschiedenen Faustdarstellungen in der bildenen Kunst.

Beispielhafter Gebrauch:

A: »Er hat stundenlang geredet, ohne auf den Punkt zu kommen.«

B: »Ja, das war beinahe wie Fausts große Nase.«