Wie schon mal irgendwo erwähnt, habe ich momentan keine Lust mich an den Feinschliff der Entgleisten… zu begeben und an die Fortsetzung will ich grad ganz einfach nicht denken. Die soll sich gefälligst selbst aufdrängen – nachrennen werde ich ihr bestimmt nicht.
Aber Olga* schläft ja nicht, sondern wirft mir täglich neues Material an den Kopf. Das Romanprojekt nimmt langsam Formen an und ich werde in den nächsten Tagen versuchen ein paar der Kapitel, die gedanklich schon fertig sind und mir besonders ans Herz gewachsen sind, in den Computer zu bannen. Langsam mag ich den Arbeitstitel zwar nicht mehr („Von Sex und anderen Verlierern“), aber Titel waren noch nie meine Stärke.
Naja – und da ist dann noch, äh, eine neue Idee. Sehr unausgereift, sehr schwammig, aber sie manifestiert sich mit dem Charme eines schüchternen Lächelns.**
Doch so hübsch sie auch daher kommt, ich werde sie wohl erst einmal in eine der zahlreichen Schubladen verbannen. Da kann sie dann vor sich hinreifen oder sang- und klanglos verpuffen.
Bis dahin: Kaffee, der sture Glaube, dass der Frühling bald anfängt und wundgeschriebene Finger.
*Name und Beschreibung des Mädchens Kreativität. Sie bekommt irgendwann ihren eigenen Roman. Sobald ich gelernt habe so etwas ohne ihre Hilfe zu schreiben.
**(Man ignoriere auch bitte einfach meine derzeitige noch ausgeprägtere Angewohnheit mich in seltsamen Bildern zu artikulieren.)
Wie unschwer zu erkennen ist, habe ich heute gebastelt. Das derzeitige Aussehen der Seite bleibt bis mir entweder das alte wieder gefällt oder ich mich mit einem der anderen anfreunden kann.
Das Werke-Verzeichnis ist nun auch soweit komplett. Einigen wird auffallen, dass es sich – für meine Verhältnisse – in einem heillosen Chaos (zeitlich wie thematisch) befindet. Naja, die ganzen Dinger einzustellen war erstmal genug Arbeit und die grobe Einteilung in Lyrik, Prosa und Zyklen muss erstmal genügen. Alles andere kommt später.
Es sind hier übrigens nicht alle Werke zu finden. Also kein Protest-Geschrei (okay, damit rechne ich nun wirklich nicht), was nicht hier steht, hat hier nichts zu suchen und ist im Zweifelsfall auf dotcom zu finden.
Die Kategorie Archiv führt für den geneigten Leser übrigens ins Leere, bzw. zu einer PW-Abfrage. Das hat einen einfachen Grund: Dort ist nichts zu finden, bis auf zusammenhangslose Notizen für mich selbst. Und das möchte ich nun wirklich niemandem antun…
Abgesehen davon, dass ich wieder in der Lage dazu bin, ein Buch zu lesen, in dem es nicht um Sprachwandel oder mittelalterliche Literaturgattungen geht, rumort das kleine feine Romanprojekt in meinem Kopf rum, das bisher irgendwo bei Prolog und Teil eins rumdümpelte. Gedanklich habe ich jetzt schon den zweiten Teil (im Sinne von Teil/großes-großes Kapitel, nicht zweites Buch, Sequel, whatsoever) festgenagelt und meine Protagonisten liebgewonnen. Beides extrem wichtig, um weiter schreiben zu können.
Allerdings habe ich nun ein Problem: Fußnoten. Naja, eigentlich Terry Pratchett. Oder noch eigentlicher: Pratchetts Verwendung von Fußnoten. Wer seine Werke, speziell die Scheibenwelt-Romane kennt, kennt auch seine brillanten und witzigen Fußnoten und was immer ich bisher gerne in das Kleingedruckte gepackt hätte – es erinnerte mich zu stark an Pratchett, als dass mein Finger nicht automatisch die Lösch-Taste gesucht hätte.
So ist das mit dem Schreiben: Es gibt fast immer jemanden, der etwas vor einem ähnlich oder genauso gemacht hätte. Jaja, im Prinzip ist das kein Problem, man muss nur selbst einen anderen nicht weniger originellen Weg finden, eine ähnliche Idee umzusetzen. Aber es läßt einen dennoch immer mal wieder stocken.
Zum Glück habe ich jetzt erst mal wieder genug gedankliches Material, um mich um diese Frage drücken zu können.