Februar 2007


Eintagesgrippen sind schon was großartiges. Vor allem wenn sie mal ausnahmsweise auf einen hören und nicht an dem Tag ausbrechen, an dem man seine letzte Prüfung schreibt, sondern mit Verzögerung ein paar Tage später, dann nur abgeschwächt, dafür mit wunderbar wirren Fieberträumen.

Und wenn ich nicht das Gefühl hätte, irgendwas wirklich originelles geträumt zu haben, was man noch dazu literarisch ausschlachten könne, wäre ich mit ein Tag das Bett hüten sogar sehr zufrieden.

Aber nö, jetzt jage ich gedanklich Traumfetzen hinterher: die beiden Reiter, das ozeanische Bett, die Gemäldegalerie, die drei vier Kämpfe – irgendwo dazwischen liegt eine verdammt gute Idee – und ich hasse es solche zu vergessen.

…oder „Na und?! Dann leg ich eben auf!“

Woher kommt nur die völlig unsinnige aber bei meinen Mitmenschen häufig anzutreffende Annahme, dass ich mich durch nichts und niemanden aus der Ruhe bringen lasse?

Von wegen. Eigentlich rege ich mich sogar extrem schnell auf, im positiven wie auch im negativen Sinne. Nur muss ich meinem Gegenüber das dann nicht unbedingt gleich ins Gesicht brüllen. Wenn ich etwas loswerden will – eben weil ich aufgeregt bin – platze ich dann lieber bei Freunden rein oder wähle die für sie wahrscheinlich angenehmere Variante und nerve nur mit Telefonanrufen.

Ja, ich gehöre zu den Menschen, die der Meinung sind, es ist eine Sache von Höflichkeit und Respekt, das Gegenüber auch spüren zu lassen, wenn es ihnen scheisse geht. Nein, das bezieht sich nicht auf Wut, Enttäuschung oder dem Verlust des letzten Bißchen Achtung.

Herrje, hättet Ihr Euch nicht eine andere Woche für Euren nichtigen Kleinkram aussuchen können – ich hab grad wahrlich besseres zu tun.

…und nein, es muss sich wirklich nicht jeder angesprochen fühlen.

 

 

F Syndrom + M Syndrom = p

LL Helfersyndrom

 

p = (Mühe – Erfolg)p

 

…………….y

 

 

 

y = ?

 

Und ich verspreche, daraus auch irgendwann mal eine verständliche Kurzgeschichte zu machen…

Stress und die geistige Fixierung auf einen relativ begrenzten Themenkomplex können ein ganz hervorragender Katalysator für Instinkte sein.

Sie brodeln und spucken nach und nach scheinbar nichtige Details aus. Bis sich die Puzzle-Stücke zu einem Ganzen fügen.

Nur manchmal gefällt einem das Ganze nicht…